Wörter am Tisch
Ein paar Wörter, die in einer japanischen Küche immer wieder fallen – in japanischer Schrift, in der üblichen Umschrift und so, wie man sie als Deutschsprachiger annähernd ausspricht. Japanisch ist dabei gutmütig: Jede Silbe wird gleich lang und gleich stark gesprochen, es gibt keine Betonung wie bei uns.
Wie man es liest
- sh
- Wie sch in „Schule“.
- ch
- Wie tsch in „deutsch“.
- j
- Wie dsch in „Dschungel“ – nie das deutsche j.
- y
- Das deutsche j wie in „ja“.
- z
- Weiches ds wie in „Räder“, nicht das scharfe z.
- ts
- Wie z in „Katze“ – ein Laut, nicht zwei.
- gy
- Ein weiches gj, die Zunge am Gaumen – wie in Gyōza.
- ō ū
- Der Strich bedeutet Länge: der Laut wird doppelt so lang gehalten. Shōyu ist nicht Shoyu.
- u am Wortende
- Wird oft fast verschluckt: „desu“ klingt wie dess.
- Betonung
- Es gibt keine. Jede Silbe gleich lang, gleich stark – nicht wie im Deutschen.
Am Tisch
| Japanische Schrift | Umschrift | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| いただきます | itadakimasu | i-ta-da-ki-mass | Gesagt, bevor gegessen wird – ein Dank an alle, die zum Essen beigetragen haben. |
| ごちそうさまでした | gochisōsama deshita | go-tschi-soo-sa-ma desch-ta | Gesagt, wenn man fertig ist – „es war ein Festmahl“. |
| おいしい | oishii | o-i-schii | Lecker. Das ii am Ende wird lang gehalten. |
| 乾杯 | kanpai | kam-pai | Der Trinkspruch, wörtlich „leeres Glas“. |
| 一汁三菜 | ichijū sansai | i-tschi-dschuu san-sai | Eine Suppe, drei Beilagen – die Grundform der japanischen Mahlzeit. |
Zutaten
| Japanische Schrift | Umschrift | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| 出汁 | dashi | da-schi | Der Sud aus Kombu und Katsuobushi – die Grundlage fast jeder Speise. |
| 醤油 | shōyu | schoo-ju | Sojasauce. Das o ist lang. |
| 味噌 | miso | mi-so | Die fermentierte Sojabohnenpaste. |
| みりん | mirin | mi-rin | Süßer Reiswein zum Kochen – gibt Glanz und milde Süße. |
| 昆布 | kombu | kom-bu | Der Seetang, der dem Dashi seine Tiefe gibt. |
| 鰹節 | katsuobushi | ka-tsu-o-bu-schi | Hauchdünn gehobelter, getrockneter Bonito. |
| 生姜 | shōga | schoo-ga | Ingwer, meist frisch gerieben. |
Was man schon kennt
| Japanische Schrift | Umschrift | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| 寿司 | sushi | ssu-schi | Das Wort meint den gesäuerten Reis, nicht den Fisch. Ohne Reis ist es kein Sushi. |
| 刺身 | sashimi | sa-schi-mi | Der rohe Fisch allein, ohne Reis — das, was oft mit Sushi verwechselt wird. |
| ラーメン | rāmen | raa-men | Weizennudeln in Brühe. Das a ist lang; „Rammen“ ist falsch. |
| うどん | udon | u-don | Dicke, weiche Weizennudeln. |
| そば | soba | so-ba | Buchweizennudeln, dünn und nussig. |
| 天ぷら | tempura | tem-pu-ra | In dünnem Teig ausgebacken — Gemüse ebenso wie Fisch. |
| 餃子 | gyōza | gjoo-sa | Gefüllte Teigtaschen, an einer Seite knusprig gebraten. Das o ist lang. |
| 焼き鳥 | yakitori | ja-ki-to-ri | Hähnchen am Spiess vom Grill. |
| とんかつ | tonkatsu | ton-ka-tsu | Paniertes Schweinekotelett. |
| 枝豆 | edamame | e-da-ma-me | Junge Sojabohnen in der Schote. Vier Silben, alle gleich lang. |
| 抹茶 | matcha | mat-tscha | Der gemahlene Grüntee, der aufgeschlagen wird. |
Wie es auf den Tisch kommt
| Japanische Schrift | Umschrift | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| 丼 | donburi | dom-bu-ri | Die Schale Reis mit Auflage — Oyakodon ist eines davon. |
| 鍋 | nabe | na-be | Der Topf und zugleich alles, was darin am Tisch gegart wird. |
| 煮物 | nimono | ni-mo-no | Gesimmertes — Nikujaga gehört hierher. |
| 焼き物 | yakimono | ja-ki-mo-no | Gegrilltes und Gebratenes — Buri no Teriyaki gehört hierher. |
| 炊き込みご飯 | takikomi gohan | ta-ki-ko-mi go-han | Reis, der mit Einlage und Würzflüssigkeit zusammen gart. |
| 味噌汁 | misoshiru | mi-so-schi-ru | Die Misosuppe, die zu fast jeder Mahlzeit gehört. |
| おにぎり | onigiri | o-ni-gi-ri | Der geformte Reisballen, meist mit Nori umwickelt. |
| 弁当 | bentō | ben-too | Die Schachtel für unterwegs, in Fächer geteilt. Das o ist lang. |